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Revolution im Petersdom!

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Lieber Jürgen, herzlich willkommen im Hummelshain! Dein Roman „Vom fortlaufenden Leben“ umfasst zwei große Themenkomplexe, die du miteinander verzahnst: die reale Liebes- und Lebensgeschichte von Hans und Ursula – und die fiktive Erzählung einer Art Revolutionsbewegung innerhalb der katholischen Kirche. Fangen wir mit Hans und Ursula an: Worum geht es (dir) da?

 

Seitdem ich 1979 zum ersten Mal „ Die Legende vom Glück ohne Ende“  von

Ulrich Plenzdorf gelesen habe, vielen besser bekannt als die legendäre Verfilmung

„Die Legende von Paul und Paula“, wollte ich eine Liebesgeschichte schreiben.

Hier, im Jahr 1979, beginnt die Geschichte von Hans, der zu dem Zeitpunkt 28 Jahre alt ist,

und Ursula, die 46 Jahre alt ist.

In den späten siebziger Jahren war eine derartige Verbindung noch nicht chic, wie

heutzutage, sondern wurde eher als sexuelle Obsession betrachtet. Die Leser gehen mit Ursula und Hans durch mehrere Jahrzehnte bis ans Ende und über den Tod hinaus.

 

 

Und wer ist Magdalena, die „ihre Stimme erhebt“?


So schwer die Person Magdalena zu fassen ist, so klar ist ihre Aufgabe.

Magdalena ist bekannt als die Gefährtin Jesu. In diesem Buch repräsentiert sie das gute Gewissen der gesamten Christenheit.

Sie besetzt für eine Nacht mit ihren Anhängern den Petersdom, um von den Kirchenoberen

Nächsten- und Feindesliebe einzufordern. Sie verlangt Auseinandersetzung mit überfälligen

Problemen, Zölibat und Gleichberechtigung der Frauen in der Kirche, Sexualität und Kindesmissbrauch, Aufarbeitung von Shoah und Porajmos, um die ethische Glaubwürdigkeit

der Kirche wieder herzustellen. Ihre denkwürdige Rede im Petersdom greift alle Themen auf und fordert sofortige Veränderung.

 

 

Du selbst bist aktiver Heilpraktiker – also ein Alternativmediziner. Geht es dir mit dem Roman um eine Art alternativen Blick auf die Welt und das Leben?


Der Begriff Alternativ- oder Komplementärmedizin, dient nur der Herabwürdigung

entsprechender Therapien. Wie einer meiner Lehrer sagte: „Es gibt nur gute oder schlechte Medizin, alternativ zu Medizin sind Taubendreck und Himbeerbonbons.

Wir Heilpraktiker wissen, dass unsere Therapien funktionieren, denn wir müssen sie

jeden Tag in der Arbeit mit den Patienten beweisen, und ein Heilpraktiker lebt ausschließlich vom Erfolg. Wir sind ausdrücklich keine Wissenschaftler, es ist nicht unsere Aufgabe zu beweisen. Wir wollen auch keine Ärzte sein. Unsere vornehmste Aufgabe ist es, mit unseren Therapien, die Leiden unserer Patienten schnell, sanft und dauerhaft zu verändern, zu lindern,

im Idealfall zu heilen. Ich werde versuchen in meinen Büchern z.B. Homöopathie zu erklären, benutzbar und somit überprüfbar für den Leser zu machen. Homöopathie ist etwas, das man sein Leben lang lernt, über das man lange und kontrovers diskutieren kann Ein Patient, der einmal die Wirkung eines Medikaments im eigenen Körper wahr genommen hat, wird das nie mehr vergessen und in Zukunft die laienhaften Placebotheorien belächeln.


 

 

 
 
 

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