Königin Silvia: "pflichtbewusst, aber auch spontan und witzig"
- Peter Marx
- vor 3 Tagen
- 2 Min. Lesezeit

Hej Ingrid, willkommen beim Hummelshain Verlag. Du hast für Dein Buch „Beruf. Königin“ Silvia von Schweden über ein gutes Jahr häufig getroffen und begleitet. Was war Deine Idee für das Buch, wie kam es dazu?
Ich hatte die Königin als Journalistin ein par mal getroffen und mir war klar, dass sie sehr viel macht, über das nicht in den Medien berichtet wird. Es gibt ein sehr oberflächliches Medienbild von ihr, wo nur Kleider und Schmuck beschrieben werden. Aber hinter ihrer sanften und schönen Fassade gibt es einen starken Willen, die Situation für Kinder, für Demenzkranke und für Jugendliche zu verbessern.
Wie hast Du die Königin so aus der Nähe und in ihrem Alltag erlebt, hat Dich etwas beeindruckt?
Ich war erstaunt, wie sie persönlich ihre eigenen Organisationen mit ungefähr 100 Angestellten lenkt. Sie ist nicht nur ein Symbol, sondern eine engagierte Geschäftsführerin, die von ihren Mitarbeitern Ergebnisse fordert und alles genau verfolgt.
Sie ist professionell, sehr pflichtbewusst, aber auch spontan, sie lacht gerne und macht Witze.

Du warst ja lange Auslandskorrespondentin in Deutschland: Denkst Du, dass es ein besonderes Verhältnis der Deutschen zu „ihrer“ schwedischen Königin gibt?
Viele in Deutschland nennt sie "unsere Königin". In Leipzig habe ich erlebt, wie sehr man sie dort schätzt, weil sie sich um ihre Verwandten in der DDR-zeit gekümmert hat. Sie ist weltweit eine Autorität in Fragen wie Kinderrechte und Forschung über Demenzkrankheiten, wo sie schon seit mehr als zwanzig Jahren eine führende Rolle spielt. Das wird in Deutschland zunehmend wahrgenommen und geschätzt. So erhielt sie kürzlich den Bayerischen Staatspreis dezidiert für das Childhood-Projekt und es entstehen in zahlreichen Bundesländern Childhood-Häuser.




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