Ist Brachfeld ein Schlüsselroman, Wim Martin?

Hallo vom Hummelshain! Soeben erschienen und sehr zu empfehlen: "Brachfeld" von Wim Martin. Drei Fragen an den Autor:



Wim, in Brachfeld geht es um Korruption in der Lokalpolitik. Warum hat dich dieses Thema gereizt?


Wie so viele Mitbürger leide ich an einer stetig sich vergrößernden Politikverdrossenheit, und der Roman bringt das in aller Deutlichkeit zum Ausdruck. Was wir täglich auf der Weltbühne der großen Politik an Unzumutbarem aus den Nachrichten erfahren, beginnt nach meiner Auffassung bereits ganz unten auf dem Parkett der Kommunalpolitik. Die parlamentarische Demokratie ist sicher im Vergleich die denkbar beste Staatsform, doch finden sich für die nach außen so honorigen Volksvertreter mehr als genug Möglichkeiten, ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen.


Ortskundige werden einen Reiz darin finden, Brachfeld als Schlüsselroman über Velbert zu lesen. Abwegig oder schon auch ein bisschen wahr?


Den ausnahmslos fiktiven Protagonisten meines Romans ist gewollt ein Profil zu eigen, dass sich vermutlich auf jeden Kommunalpolitiker anwenden lässt. Wer da eine gewisse Nähe zu real existierenden Personen erkennt, begibt sich zunächst auf die Pfade der Spekulation, doch gerade diese Spannung im Zwischenbereich von Fiktion und Wirklichkeit lässt die Geschichte knistern.


Denkst Du, dass die lokale Presse oft zu sehr mit der „offiziellen“ Politik verwoben ist und nicht kritisch genug recherchiert?

Ich weiß aus einem persönlichen Gespräch mit dem Chefredakteur der WAZ Velbert, dass Neutralität der Berichterstattung sein oberstes Credo ist. Lokalreaktionen bedienen das Feld regionaler Information und nicht von investigativem Journalismus. Aus diesem Grund gehen sie oft sehr schonend mit Lokalpolitikern um.



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