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Digitale Bühne fürs Buch: Welcome in Germany


Ein herzliches Hallo vom Hummelshain!


Heute im Blog mit Blick auf die Tagesnachrichten aus aktuellem Anlass:

die Neuvorstellung eines Buches, das von der Pandemie irgendwie (wie wir alle) überrollt wurde, aber eine Bühne wirklich verdient:

‚Welcome in Germany – Eine schwierige deutsche Komödie‘ von Frank Uwe Mattern.


Und darum geht’s:


„Mord an einem Juden in Deutschland.“ Es ist diese politisch aufgeladene Meldung, die den israelischen Ex-Soldaten Benjamin Jonah nach Deutschland, konkret: nach Essen, führt. Der Tote ist sein Onkel, Überlebender eines KZs und für Ben im Grunde ein Fremder. Nun soll er seine Leiche für die Bestattung nach Israel holen, sobald der Mordfall abgeschlossen ist.

Schon im Flugzeug erklärt ihm sein exzentrischer Sitznachbar: „Family affairs in Germany sind meistens schwierig“ …und er soll damit Recht behalten. Ben findet sich wieder in einem Land mit komplizierter Geschichte, in dem Antisemitismus und Nationalsozialismus noch nicht der Vergangenheit angehören. Er ist dabei überzeugt, dass sein Onkel aus Judenhass ermordet wurde – warum auch sonst, in Deutschland?

Ausgerechnet ein muslimischer Palästinenser aus Gaza hilft Ben, die Stadt (und die öffentlichen Verkehrsmittel) zu navigieren, ohne sich dabei von Bens anfänglicher Ablehnung irritieren zu lassen. Gemeinsam versuchen sich die beiden ungleichen Männer als Detektive im Mordfall.

Ihr erster Ansatz: eine Essener Nazizelle, die sich regelmäßig in einem Dönerladen trifft. Die ermittelnde Kommissarin, der Ben inzwischen näherkommt, ist gar nicht begeistert und zweifelt zudem am antisemitischen Tatmotiv.

Die zuständige Staatsanwältin hat indessen ihre eigenen Karriereziele, die sie mit dem Fall von Bens Onkel vorantreiben will, und muss sich dabei mit dem sexistischen, selbstgerechten Oberstaatsanwalt herumschlagen. Auch der hat eine politische Agenda, die er mit seiner eigenen Partei ‚AD‘ (‚Anderes Deutschland‘) umzusetzen gedenkt…


Mit ‚Welcome in Germany‘ hat Frank Uwe Mattern eine selbstironische deutsche Komödie in 87 Romanszenen geschrieben. Satirisch, multiperspektivisch und mit kulturellem Feingefühl setzt er die Handlung am Ende zu einem Mosaik zusammen, das so gesellschaftlich relevant wie amüsant ist.


... Relevant für alle, ganz besonders unterhaltsam zudem sicher für Essener Leser, die nicht nur die Schauplätze kennen, sondern auch manche Schlüsselperson satirisch bis zur Kenntlichkeit überspitzt wiedererkennen mögen.


Schmökert doch mal rein! Hier geht’s zum Buch.


Lesenswerte Grüße

Euer Hummelshain

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