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Bist Du ein Glückspilz, Sigi Domke?


Lieber Sigi Domke, herzlich willkommen als neuer Autor im Hummelshain! Dein erstes Buch bei uns ist ein Roman, „Glückspilz“. Worum geht es?


Im "Glückspilz" geht es um zwei sehr unterschiedliche Männer, die sich seit der Schulzeit kennen und sich trotz verschiedenartiger Lebenssituation und konträrem Lebensstil nicht aus den Augen verloren haben. Thorben ist Fotograf von Beruf und ein Frauenheld, dem das Glück in den Schoß zu fallen scheint. Reinhold scheint dagegen Probleme regelrecht anzuziehen. Nun hat er allerdings endlich eine neue Liebe gefunden. Die "Schmetterlinge im Bauch" werden jedoch schnell vom sorgenvollen Alltag am fliegen gehindert. Thorben macht hingegen eine Eroberung nach der anderen, verstrickt sich dabei aber zunehmend, bis ihm so einiges über den Kopf wächst. Was nach einer Problem-lastigen Gechichte klingt, ist allerdings ein sehr lustiges Buch über Liebe, Lust, Verantwortung und die Tücken des Alltags geworden. Ich kann es nur empfehlen!


Du bist ja bekannt als Autor von sehr erfolgreichen Ruhrgebietskomödien – fließt aus dieser Erfahrung und Schreibart etwas in Deinen Roman ein?


Mit dem Ruhrgebiet hat das Buch nichts zu tun. Es spielt in dem fiktiven Städtchen Salefeld. Aber komödiantisch ist es schon, was sich auch den vielen amüsanten Dialogen zeigt, die natürlich auch meine Theaterstücke auszeichnen.


Bis heute arbeitest Du ja eng mit Herbert Knebel (Uwe Lyko) und dem „Affentheater“ zusammen. Wie kam es dazu?


Bei einem Benefizkonzert (1987) zugunsten eins Bürgerradio-Vereins hatten Uwe und ich einen Kurzauftritt als Duo, bei dem das Publikum sich schlappgelacht hat. Da fühlten wir uns quasi genötigt, mehr daraus zu machen, suchten Mitstreiter (Martin Breuer und Kalle Mews) und eine Mitstreiterin (Susanne Betancor) und gründeten "Herbert Knebels Affentheater". Die Bestzung bestand nicht lange. Ich war immerhin fünf Jahre als Darsteller und Gitarrist mit der Gruppe auf der Bühne und auch ein wesentlicher Texter. Nach meinem Abschied bin ich der Band als Co-Autor erhalten geblieben.


Würdest Du dich eigentlich selber (und ganz unironisch) als „Glückspilz“ bezeichnen?


Nun, in gewisser Weise habe ich wirklich viel Glück gehabt im Leben. Ich kann seit mehr als 30 Jahren von meiner Autorentätigkeit leben, und zwar ziemlich gut. Da ich sehr schnell schreibe, muss ich dafür noch nicht mal viel arbeiten. Ich war nur einmal ernstlich krank, habe eine wunderbare Tochter und - nach längerem Suchen - eine tolle Frau. Und meine Leidenschaft, das Musikmachen, kommt im fortgeschrittenen Alter auch immer mehr und gänzlich unerwartet zu ihrem Recht. Allerdings leide ich trotzdem und nicht zu knapp an dem Wahnsinn in der Welt. Man kann nicht alles haben.



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